Erstaunlich! 100 Jahre Science Fiction

Vor 100 Jahren erschien das erste Heft von Amazing Stories in den USA – aber Europa hatte die Nase vorne

Die gar nicht so geheime Geschichte der deutschen Science-Fiction-Magazine erzählt Horst Illmer

Vor einhundert Jahren nahm ein literarisches Genre Gestalt an, dass heute unter dem Namen »Science Fiction« Epoche macht. Nicht nur die Gegenwartsliteratur, unsere gesamte Realität scheint sich den in wissenschaftlich-phantastischen Geschichten erzählten Phänomenen geradezu »an den Hals« zu werfen. Das Magazin phantastisch!, dessen 100. Ausgabe Sie gerade in Händen halten (oder mittels Wischbewegungen über einen Bildschirm bewegen), begleitet diesen Siegeszug der phantastischen Literatur in ihren Ausprägungen Science Fiction, Fantasy und Horror inzwischen auch schon seit mehr als 25 Jahren.

Allerdings stehen auch wir nicht am Beginn dieser medialen Literaturbegleitung, sondern eher auf den Schultern unserer Vorgänger. Welche diese waren, wo ihre Wurzeln lagen, was mit ihnen geschah – das möchte ich im Folgenden näher in Augenschein nehmen. Dazu werde ich kurz auf den April 1926 eingehen, in dem Hugo Gernsback seine Vorstellungen der Zukunft in Form eines neuen Magazins auf den Markt brachte. Dann blicken wir in die Historie unterhaltungsliterarischer Publikationen und machen dann einen Sprung in das Nachkriegsdeutschland des Jahres 1955. Aber lesen Sie selbst.

Im April 1926 veröffentlichte der aus Luxemburg stammende Erfinder, Radiomacher, Magazinherausgeber und Schriftsteller Hugo Gernsback (1884–1967) die erste Ausgabe von Amazing Stories, einem Kurzgeschichtenmagazin, in dem er sich vor allem einer neuen Art von Genreliteratur widmen wollte, die er vorläufig noch »scientifi…

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