Rezension: Zauberei und etwas Magie

Maiga Doocy
„Zauberei und etwas Magie“
Band 1 der Wildersong-Trilogie

Foliant Verlag
400 Seiten, 978-3-910522-93-0
18 €


„Zauberei und etwas Magie“ ist eine Zauberschulgeschichte, die weiß, worauf ihr Publikum Lust hat: keine Revolution des Genres, sondern solides Handwerk mit unerwarteten Ecken und Winkeln. Die Zauberschule mit Kursplan erinnert an Harry Potter, der Zauberwald an der Grenze, die verteidigt werden muss, an Iron Flame. Wer also eines der Bücher mag, macht hier nichts falsch.

Leander und Sebastian starten als klassische Antipoden, deren Abneigung so konsequent gepflegt wird, dass sie schon charmant wirkt. Bis dann ein spektakulär dummer Zauberfehler alles ändert: ein Bindungszauber, der beide aneinander bindet. Sebastian kann Leander künftig Befehle erteilen und dieser kann sie nicht verweigern. Die Lösung? Ein Abstecher in den magischen Wald voller Kreaturen, deren Verhalten sich nur schwer vorhersagen lässt.

Was wirklich überzeugt: das Magiekonzept. Magie muss immer zu zweit gewoben werden, einer schreibt, einer wirkt. Eine clevere Prämisse, die die Beziehungsdynamik zwangsläufig vorantreibt, auch wenn sich die Protagonisten gegenseitig auf die Nerven gehen. Und ein schöner Gedanke, dass Magie nur als Gemeinschaftswerk funktioniert. Die Kreaturen im Wald sind ein echter Spaßfaktor, denn sie verhalten sich nicht vorhersehbar. Gut, der Spaß liegt wohl eher bei mir als Leserin als bei den Protagonisten. Aber es ist Cosy Fantasy, das Blut fließt dosiert.

Romantik ist im ersten Band noch sparsam dosiert. Das Abenteuer des Bandes wird auch im ersten Band abgeschlossen. Aber es bleiben genug Cliffhanger, damit man weiterlesen möchte. Schließlich ist es eine Trilogie.

Für Harry-Potter-Fans und alle, die Cosy Fantasy mögen, eine klare Empfehlung. Gut gemacht, ohne große Ansprüche zu stellen. Genau richtig.

Rezension von Sandra Thoms

(Keine Werbung, aber Leseexemplar wurde zur Verfügung gestellt)

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