
Ryan Rockwell
»Resonanz«
epubli, 356 Seiten, 2025
ISBN 978-3819-788-758 / 18 Euro
Im Jahr 2031 kommt es bei der »Artemis 5«-Mission bei der Messung des Magnetfeldes auf dem Mond zu einem tödlichen Unfall. Zwei Astronauten kommen bei einem unvorhergesehenen Sonnensturm ums Leben, zuvor hatten ihre Messinstrumente merkwürdige Daten geliefert, die als Fehlmessung interpretiert wurden.
Der Deutsche Max Altmann, der als Geologe mit Spezialisierung auf den Mond für die NASA arbeitet, soll zusammen mit der renommierten Wissenschaftlerin Natalie Holmes herausfinden, was genau passiert ist. Auf der Erde verursachen weitere Sonnenstürme starke Probleme. Es kommt zu Flugzeugabstürzen und Stromausfällen. Max und Natalie, die sich erst an ihre jeweiligen Arbeitsweisen gewöhnen müssen, finden heraus, dass es eine Wechselwirkung zwischen den Daten vom Mond und den periodisch wiederkehrenden Sonnenstürmen gibt. Und sie vermuten, dass es keine natürliche bzw. irdische Ursache dafür geben kann. Eine geplante Rettungsmission zum Mond, um die im Lunar Gateway verbliebenen Astronaut*innen zu retten, scheitert. So bleibt es Max nicht erspart, mit Natalie und einer zusammengewürfelten Crew selbst zum Mond fliegen zu müssen, um die Ursache zu suchen und sie möglichst abzustellen.
Die Geschichte ist aus der Perspektive von Max erzählt und hat mich sofort eingefangen. Die Arbeitsweise von Wissenschaftler*innen wird gut beschrieben und auch, dass die Arbeit in einem Team nicht immer einfach ist. Gerade das Duo Max und Natalie funktioniert gut, auch wenn die beiden anfängliche Schwierigkeiten hatten. Die sich anbahnende Liebesbeziehung hätte das Buch meiner Meinung nach jedoch nicht gebraucht.
Der Roman vermittelt viel Wissen und liefert Begründungen für die auftretenden physikalischen Phänomene, dabei sind die Auswirkungen der Sonnenstürme sehr anschaulich geschildert. Gewürzt ist die Story mit Rockmusik aus den 70er und 80er Jahren, eine Leidenschaft, die Max mit seinem Vater teilt.
Eine wunderbare Science-Fiction-Geschichte mit positiver Grundstimmung, die bis zum Schluss spannend bleibt und mich überrascht hat.
Rezension von Svenja Grove